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Die EU verzeichnet seit den 90er Jahren, dem Startpunkt der Klimaschutzbestrebungen rund um das Kyoto-Protokoll, einen Anstieg der transportbedingten CO2-Emissionen um mehr als 20 % - Reduktionserfolge in anderen Sektoren werden vom Verkehr quasi neutralisiert.

Etwa die Hälfte dieser transportbedingten CO2-Emissionen wird verursacht durch Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und Busse - in Berlin z.B. durch 1,2 Millionen zugelassene Fahrzeuge in den genannten Klassen sowie durch den für Ballungsräume typischen Verkehr in, aus und um die Stadt.

Effizienzverbesserungen an Fahrzeugen, wie sie in der Vergangenheit durch die Fahrzeugindustrie realisiert wurden, neutralisieren sich bisher durch ein höheres Verkehrsaufkommen und die zum Teil erhebliche Mehrausstattung und höhere Motorisierung von Fahrzeugen- umso wichtiger ist es, dass in der Neubeschaffung am Markt verfügbare „klima-freundliche" Technologien Berücksichtigung finden.

Weiterhin kommt dem Verkehr als lokal bedeutsamstem Verursacher von Schadstoffemissionen wie z.B. dem Feinstaub eine zentrale Rolle in der Luftreinhaltung zu. Der Grenzwert für Feinstaub gemäß Europäischer Luftreinhalte-Richtlinie wurde in Kommunen auch in Deutschland in der Vergangenheit oft überschritten.

Die Bedeutung der Fahrzeugflotten wird evident, wenn man berücksichtigt, dass über 30 % der Neuzulassungen an Pkw in Deutschland Firmenfahrzeuge sind - ein Beschaffer trifft also nicht nur die „saubere" Entscheidung für den Anwendungsfall des Fahrzeugs in seinem Unternehmen - seine Fahrzeugwahl hat auch Auswirkungen im Gebrauchtwagensektor.

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