Gutes Praxis Beispiel
| Land: | Deutschland, Nordrhein-Westfalen | |
|---|---|---|
| Produktgruppe: |
Grüner Strom und Bürogeräte |
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| Name der Organisation: |
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit |
Überblick
Einsparungen CO2: 5.500 Tonnen/Jahr
Mit dem Bezug von Ökostrom und der Nutzung energieeffizienter Bürogeräte reduziert das Bundesumweltministerium seine CO2-Emissionen erheblich. Mit diesen Maßnahmen trägt das BMU dazu bei, seine Selbstverpflichtung zum Senken der CO2-Emissionen des gesamten BMU-Geschäftsbereichs bis 2005 um 30 % gegenüber 1990 sicherzustellen. Gleichzeitig wird damit ein signifikanter Beitrag zur Umsetzung der Selbstverpflichtung der Bundesregierung zur CO2-Minderung geleistet.
Angaben zur Institution
| Adresse: |
Bonn Office Robert-Schuman-Platz 3, 53173 Bonn Berlin Office Alexanderplatz 6, 10178 Berlin |
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| Ansprechpartner: | Dr. Roger Worm |
| Position: |
Member AG KI I 6 |
| Telefon: |
+49 (0)30 – 28550-3670 |
| Telefax: | +40 (0)30 – 28550-2349 |
| E-Mail: | |
| Webseite: | www.bmu.de |
| Anzahl Mitarbeiter/innen |
800 |
Organisation des Beschaffungswesens
Die Beschaffung erfolgt grundsätzlich dezentral. Ökologische Kriterien werden in der Praxis auf Grundlage von Vereinbarungen zwischen den Referaten (bei Bürogeräten) bzw. Behörden (beim Ökostrom) berücksichtigt. Die Ausschreibung zur Beschaffung des Ökostroms organisierte das Bundesumweltministerium für alle vier Behörden des Geschäftsbereichs zentral beim Umweltbundesamt (Vergabestelle).
Maßnahmen
Die Beschaffung von Ökostrom ist eine zentrale Maßnahme zur Senkung der CO2-Emissionen im BMU-Geschäftsbereich. Dazu entwickelte das BMU 2003 in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und der Berliner Kanzlei Schnutenhaus & Kollegen ein eigenes Ausschreibungskonzept für eine europaweite Ausschreibung im offenen Verfahren. Kernelemente dieses Konzepts sind die Definition eines zusätzlichen Nutzens für die Umwelt sowie darauf aufbauend eines Wertungssystems nach dem Preis-/Leistungsverhältnis. Hierfür wurden spezielle Ausschreibungs- und Zuschlagskriterien entwickelt, Nachweispflichten definiert und Doppelförderungen (z. B. nach dem Erneuerbare Energien Gesetz - EEG) ausgeschlossen. Im zweiten Halbjahr 2003 wurde nach diesem Konzept die Beschaffung von Ökostrom für etwa drei Viertel des Strombezugs aller vier Behörden des BMU-Geschäftsbereichs europaweit erfolgreich ausgeschrieben.
Das BMU erstellt regelmäßig für Bürogeräte Marktanalysen bzgl. Umweltschutz und Energieeffizienz. Die Ausschreibungen werden den jeweils aktuellen Entwicklungen angepasst. In den Leistungsverzeichnissen sind folgende Umweltkriterien gefordert: Erfüllung der Zertifizierungskriterien für Blauen Engel, Energy Star und GEEA-Label, Grenzwerte für Schadstoffemissionen und elektrische Leistungsaufnahme in verschiedenen Betriebszuständen. Diese Kriterien werden angemessen bei Vergabeentscheidungen berücksichtigt. Zusätzlich werden bei gleichwertigen Angeboten diejenigen berücksichtigt, die eine Systemzertifizierung gemäß einem der genannten Labels sowie Betriebszertifizierungen gemäß EMAS/ISO 14001/ISO 9000 nachweisen können.
Erfolg
Mit der Umstellung auf Ökostrom zum 1. Januar 2004 hat das BMU seine in der Fachwelt beachtete Pilotausschreibung erfolgreich abgeschlossen. In dem Ausschreibungskonzept wurden erstmals speziell entwickelte ökologische Kriterien (zusätzlicher Umweltnutzen) mit den komplexen vergaberechtlichen Anforderungen verknüpft. Die juristische Machbarkeit war bis dahin heftig umstritten. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Vergabe steht nun ein praxiserprobtes Aussschreibungsverfahren für Ökostrom im öffentlichen Bereich zur Verfügung.
Mit dem Bezug von Ökostrom reduziert das Bundesumweltministerium seine CO2-Emissionen im gesamten Geschäftsbereich um durchschnittlich 5.500 Tonnen pro Jahr (36 %) im Zeitraum 2004 bis 2006.
Durchschnittlich aller vier Jahre erneuert das BMU seinen Bürogerätebestand. Dadurch verfügt es nicht nur über die technisch neuesten Geräte, sondern auch über die ökologisch anspruchsvollsten. Allein damit kann das BMU seinen Stromverbrauch um schätzungsweise 140.000 kWh jährlich reduzieren und den CO2-Ausstoss um rund 90.000 kg/Jahr. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 13 cent/KWh entspräche dieses einer jährlichen Kosteneinsparung von etwa 18.000 Euro.
